Schon wieder, nach genau einem Jahr, bastelt man sich in der Journaille ein kleines Skandälchen. Es geht um nicht weniger als den deutschen Pulitzer für die Wulffgate-Affäre.

Bereits vor genau einem Jahr rüttelte es die deutsche Nation hellwach, als dem Journalisten René Pfister der Henri-Nannen-Preis aberkannt wurde (wir berichteten [1]). Jetzt schlägt die schreibende Zunft erneut zu, brutal und kaltblütig. Den Rest des Beitrags lesen »

SPIEGEL Autor René Pfister wurde der Henri Nannen Preis für die beste Reportage aberkannt. Im weiteren Sinne geht es um die Wahrheit in der Presse – und im Internet. Den Rest des Beitrags lesen »

Jetzt (erst) geht es richtig los, hinsichtlich der Todesumstände des Herren Osama Bin Laden. Hatte Pakistan seinen Aufenthaltsort gekannt? Würde dies das Verhältnis zur westlichen Welt belasten? Hat Waterboarding als Foltermethode zur gescheiterten Ergreifung des Top-Terroristen geführt? Antworten auf diese Fragen, und auf solche, die sich so noch nicht stellen.

Osama bin Laden ist ein verstoßenes Kind des amerikanischen CIA – das ist mittlerweile Allgemeinbildung. Den Rest des Beitrags lesen »

Nach 92 Jahren ist die bayerische Räterepublik am Ende.

Das reaktionäre, konservativ-kapitalistische Presseorgan „Münchner Merkur“ zeigt, was morgen, exakt 92 Jahre nach Einführung des Standrechts durch die Bamberger Regierung Hoffmann geschehen wird: die kommunistische Revolution ist am endgültigen Ende – zumindest in München.

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So, der Herr Mixa hat also gelogen. Naja, das war ja eigentlich völlig klar, nicht weiter der Rede wert. Mir selbst …

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Update: Propaganda

April 3, 2010

Wie gestern berichtet, hatten Afghanische Rebellen aus einem Hinterhalt heraus erneut einen feigen Anschlag auf deutsche Soldaten durchgeführt. Erst nach Hinweisen meines BlogsDen Rest des Beitrags lesen »

Jesus sieht anders aus

April 3, 2010

So, BILD spricht mal wieder zuerst mit dem Toten. Der Zimmermann aus Nazareth ist pünktlich zu Ostern in der Neuzeit auferstanden.

Grabtuch von Turin, Foto: AP

Die Blaupause

Die Jungs um Ray Downing haben das Turiner Grabtuch genommen, um eine dreidimensionale Darstellung des Jesus zu erstellen. Reife Leistung.

Schon im September hatte man jeden Zweifel ausgeräumt, bei dem Tuch handle es sich vielleicht nicht um das Grabtuch des Heilands. Klar, hatte er doch sein Grabtuch noch signiert, bevor er es benutzte. Oder seine Mutter. Wie Mütter eben die Unterwäsche kennzeichenen, wenn die Kinder ins Skilager fahren, hat sie es wohl mit seinem Namen markiert.

Ein hübscher Plot. Ganz im Sinne moderner Technik nun auch noch in 3D.
Nur zu dumm, daß der Junge garnicht so aussieht wie Jesus aussehen sollte. Zu dunkel, zu groß, zu gut genährt. Haben wir den Richtigen? Was für eine Ketzerei, wir verehren einfach was wir haben!

http://www.studiomacbeth.com/portfolio/image.htm

Illustration Studio Macbeth

Ein „Experte“, der normalerweise Herzklopf-Bilder wie jenes auf der rechten Seite kreiiert, kann also aus dem Grabtuch, welches in Turin hinter einer dicken Panzerglasplatte im Dom hängt, ableiten: der Inhalt war gut gebaut und „eher dunkelhäutig . Eine italienische „Expertin“ entdeckt – mit Hilfe des Vatikan – einen Schriftzug auf dem Tuch, sinngemäß „Dieses Tuch gehört Jesus von Nazareth“. Hatte ich schon erwähnt, daß ich einige echte Zeitdokumente von Papst Innozenz III. auf dem Speicher habe, die die Geschichte des Tuchs vor dem offiziellen Auftauchen im 14. Jahrhundert dokumentiert?

Wie leichtgläubig muß man eigentlich sein? Oder wie bescheuert? Nebenbei hat BILD selbst ja auch die Fälschung des Tuches bereits im Oktober ’09 vermeldet.

Eigentlich ist nach einer Radiokohlenstoff-Analyse allen klar, daß es wohl um das 12. Jahrhundert entstanden sein muss – aber die Wahrheit interessiert einen echten Verschwörungstheoretiker eben nicht. Außer dem Datum deutet übrigens nichts auf einen Aprilscherz hin.

bild.de (1.April):

Auch wenn das Turiner Grabtuch immer wieder Grund für Spekulationen und Kontroversen war, die daraus entstandene 3-D-Darstellung ist auf jeden Fall ein gewaltiger Fortschritt – und die Vorstellung, in das Antlitz von Gottes Sohn zu blicken, lässt einen jegliche Zweifel für einen Moment vergessen.