Das Sein und das Nichts

März 30, 2010

Und plötzlich ist es soweit. Mit einer Geschwindigkeit geringfügig unter der des Lichts wird „eine Birne mit Äpfeln beschossen“, wie einer der Physiker im TV sagte, „und es entstehen daraus Erdbeeren, Pflaumen“ und er zählt noch weiteres Gemüse auf. Und vielleicht entstünden auch seltene, unerwartete Teilchen – da zögert er nachdenklich, um in der Metapher zu bleiben – wie etwa ein Frosch.

Frösche? Aha. Interessant. Nun, mit den Fröschen hat das wohl nicht so geklappt, und auch schwarze Löcher und ähnliches fremdes Nicht-Gemüse hat man am LHC des Genfer CERN noch nicht beobachten können. Oder eventuelle Beobachter konnten nicht mehr darüber berichten, da sie ja, glaubt man dem Volk, sofort hinter dem Ereignishorizont des Lochs verschwinden, mithin „gefressen“ werden oder anderswie ihrer Existenz beraubt. Eine beruhigende Vorstellung.

Letztlich ist aber nichts passiert. Man feiert sich selbst, nachdem ein paar Millionen Elektrovolt verschossen worden waren. Kein Higgs-Teilchen hatte „hier!“ geschrien, keine Dunkle Materie sich aufgedrängt, und keine der großen Fragen wurde beantwortet….

… nur am anderen Ende der Welt, in München, vernachlässigbar und nicht wahrgenommen von den Medien und Berichterstattern,  tat sich ein Wurmloch auf und spuckte der Welt dieses Blog vor die Füße.

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