Eine Lanze für Mixa

April 9, 2010

Erneut hat sich ein Missbrauchs-Opfer des Augsburger Bischofs Mixa gemeldet. Sie sei mit einem Stock von ihm auf den Hintern geschlagen worden (Quelle). Nun muß man sich einmal vor Augen führen, ….

… daß körperliche Züchtigung seinerzeit durchaus üblich waren. Ich habe in meiner Jugend selbst einiges davon abbekommen und erinnere mich auch noch an einige Fälle. Anfang der Achtziger, sofern mich mein Gedächtnis nicht trügt, kam dann die anti-authoritäre Welle daher. Selbst wir Kinder haben damals im Schulbus darüber diskutiert.

Man muß also die Kirche im Dorf lassen, eine Lanze für Mixa brechen? Schließlich wirft heute dem Geschlecht des Ernst-August auch keiner mehr die Leibeigenschaft vor.

Nein. Es gibt keine Lanze zu brechen. Erstens hat Mixa offensichtlich (vermutlich!) gelogen, als er die Vorkommnisse anstritt, zweitens geht es hier auch um ein System und drittens um Verhältnismäßigkeit. Ich selbst und auch mein Umfeld haben gelegentlich ein paar Backpfeifen kassiert, das war’s. Nachträglich würde ich behaupten, keine davon hat geschadet – und die (wenigen) von meinem Vater hatte ich auch allesamt verdient. Stockschläge sind da ganz was anderes.

Selbst im Kontext der damaligen Zeit werden die Vorwürfe dadurch eskaliert, daß er, und das System Kirche, das so vehement bestreiten. Der Vorbild-Charakter, den die Kirche für sich in Anspruch nimmt, ist völlig unglaubwürdig geworden. In Zeiten aufgeklärter Säkularisation hat diese Kirche im Dorf nichts verloren.

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3 Responses to “Eine Lanze für Mixa”

  1. petersemenczuk Says:

    Der Geist und Fürst dieser Welt,der Satan und Teufel,
    hat die römisch-katholische Kirche seit 312 n. Chr,
    unterwandert, und wenn sie von „Gott“ reden, dann meinen sie den Gott und Fürsten dieser Welt, dass können wir erkennen, an den Früchten,die sie in den letzten siebzehnhundert Jahren hervorgebracht haben.

    Christus hat uns alle gewarnt und gesagt, woran wir den falschne Propheten und Antichristen erkennen:
    „An den Früchten sollt ihr sie erkennen“!
    Denn von einem guten Baum, können keine schlechten
    Früchte kommen; und von einem schlechten Baum,
    können keine guten Früchte kommen. Jesus Christus

    • neglectable Says:

      Jaja, scho recht. Du laßt bittschön Deine fanatischen Finger von mei’m Obst, gell. De san frischer, wia Deine siebzehnhundert Jahr’ alten Zwetschgen.


  2. […] Ich hatte selbst schon meinen Senf abgegeben zu dem Kirchenmann des reinen Herzens (Artikel Eine Lanze für Mixa) und mich heute durch verschiedene Blogs geklickt, die alle seinen Rückzieher – nein, leider […]


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